Interview mit Tommy Krappweis

(01.06.2023/München)

Bei der Premiere von "Kohlrabenschwarz".

https://bummfilm.de

@Tommy Krappweis

Bayerische Kultserien: Herr Krappweis…

Tommy Krappweis: Können wir uns bitte duzen? Ich bin der Tommy.

B K: Tommy, als ich gehört habe „Kohlrabenschwarz“ wird verfilmt, habe ich nur gedacht: „Yes!“. Ging es Dir auch so?

T K: (lacht) Sehr gut, das freut mich! Ja, natürlich ging es mir auch so. Beim Schreiben vom Hörspiel und auch später mit meiner Frau Sophia beim Schreiben des Buches, haben wir uns schon immer gedacht: „Wir müssen da eigentlich eine Serie draus machen.“ Es war nie für uns eine Diskussion, dass das mit genau dem gleichen Ensemble passieren MUSS, soweit das möglich ist. Aber es sollte einfach passieren. Es gab dann tatsächlich einige Leute, die sich bei UNS gemeldet haben und das machen wollten. Meistens muss man dafür Klinken putzen gehen, aber in diesem speziellen Fall war es so, dass wir mehrere Interessenten hatten. Das war schon toll.

B K: Jetzt gab es erst das Hörspiel, dann das Buch und dann die Verfilmung. Normalerweise ist die Reihenfolge ja eigentlich anders. Warum gab es denn bei „Kohlrabenschwarz“ zuerst das Hörspiel?

T K: Wenn ich eine bestimmte Idee oder Projekt habe, überlege ich direkt, welche Leute aus meinem Umfeld daran am meisten Spaß haben könnten und wen ich damit begeistern kann, um sofort loslegen zu können. Ich wusste bei der für uns zuständigen Producerin von Audible, dass sie an dieser Geschichte Spaß hat. Und somit habe ich, als ich die Idee zusammen mit Michael Kessler hatte, als erstes bei ihr angerufen. Sie ist sofort darauf eingestiegen uns hat gesagt „Das machen wir.“ Ich bin also den Weg des geringsten Widerstands gegangen, um das möglichst schnell zu realisieren.

B K: Wie kam es denn überhaupt zur Idee von „Kohlrabenschwarz“?

T K: Das war eine Idee von Michael Kessler und mir. Wir hatten gerade „Bill Bo und seine Bande“ als Hörspiel aufgenommen. Ein Stoff von Josef Göhlen und der Augsburger Puppenkiste, mit Martin Schneider als Bill Bo und ganz vielen tollen Leuten als Sprecher. Wir saßen danach bei Knödel und Radler im Biergarten und waren noch so beseelt davon, dass wir schon über nächste Projekte nachgedacht haben. Michael meinte dann: „Irgendwas Mysterymäßiges. Vielleicht mit Märchen, die wieder erwachen, oder so.“ Ich meinte dann „Aber nicht wieder eine Polizeiserie. Vielleicht mit jemand außerhalb der Polizei.“ Dann waren wir erst bei einem Pfarrer als Seelsorger für Opferbetreuung. Den wollten wir aber dann doch eher als Nebenfigur und so kamen wir auf einen Psychologen. Und als ich Nachhause kam, hat mich das nicht mehr losgelassen. Also habe ich mich direkt ins Büro gesetzt und damit begonnen, eine erste Story zu schreiben.

B K: Die Idee von Märchen, Legenden und Mythen…

T K: …die kam vom Michael.

B K: Die gibt es ja auch alle tatsächlich.

T K: Ja klar, die gibt’s – mit einer Ausnahme: Die Geschichte vom Schmied mit dem Zauberknauf stammt von Co-Autor Christian von Aster. Und natürlich haben wir die existierenden Märchen und Sagen schon ein bisschen zusammengefasst. Zum Beispiel gibt es vom „Bluadigen Dammerl“ so viele Versionen, in denen er auch anders heißt. Mal hat er einen Hammer, mal eine Hacke, mal streckt er sein blutiges Bein durch die Tür usw. Für eine Serie muss man doch irgendwann mal sagen: Das ist der EINE und der ist so! Bei der Perchta ist es sogar noch extremer, was die Versionen angeht. Das mussten wir alles kompensieren. Aber all diese Figuren gibt es in dem Sinn „wirklich“.

B K: Da musstet Ihr Euch ja vorher richtig schlau machen und wahrscheinlich viel recherchieren?

T K: Ja, wir haben viel Hilfe gehabt. Christian von Aster ist ja ein totaler Märchen-Aficionado. Der hat gefühlt 400 Märchenbücher zuhause. Von ihm kamen auch tatsächlich die meisten Geschichten. Dann hatte ich Hilfe von Professor Simek von der Uni in Bonn, Autor des „Lexikon der germanischen Mythologie“. Und auch Alexa Waschkau, Kulturwissenschaftlerin vom Hoaxilla-Podcast, mit denen wir befreundet sind, habe ich gerne mal nachts angetippt und gemeint „Du, ich bräuchte da eine Figur mit diesen und jenen Eigenschaften. Hast du ne Idee?“ (lacht) All die Quellen habe ich sozusagen „angezapft“.

B K: War es eine Überraschung für Dich, dass das Hörspiel so gut ankommt?

T K: Wir hoffen natürlich immer, dass es ein Erfolg ist. Aber wir haben aber ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass es SO ein Erfolg wird. Das war schon überraschend. Mir war schon klar, dass es funktioniert und dass es gut gelungen ist. So viel professionellen Abstand habe ich doch, dass ich objektiv sagen kann, ob die Qualität stimmt. Alle Testhörer waren auch begeistert. Und natürlich gibt es auf Audible immer wieder Rezensionen, die sagen „Was ist das für ein Schmarrn – Was sollen denn die Witze da – Bayerisch finde ich sowieso kacke“ etc. Die gibt es immer. Aber es haben insgesamt doch schon ein paar tausend Leute bewertet und es hat immer noch 4,5 Sterne von 5. Ich sag’s mal so: Wir waren überrascht, dass es so geil funktioniert, aber wir waren nicht überrascht, dass es bei denen, die es anhören, gut ankommt.

B K: Hattest Du bei dem Thema eigentlich auch so ein bisschen „Akte X“ im Hinterkopf?

T K: Naja, ich bin natürlich wie alle in meiner Generation, einfach geprägt davon. Aber wir haben uns schon Mühe gegeben, dass es kein Abklatsch wird. Vor allem, was denn Skeptizismus angeht. Die Figur Stefan Schwab ist nicht wie Fox Mulder ein Typ, der sagt „I want to believe“, sondern im Gegenteil, er will ja überhaupt nichts glauben. Und die Polizistin Anna Leitner ist ja ebenfalls mehr als skeptisch. Das war zwar Dana Scully bei „Akte X“ auch, aber ich glaube das ist bei „Kohlrabenschwarz“ nochmal was ganz anderes.

B K: Vor allem passieren tatsächlich übersinnliche Dinge.

T K: Übernatürlich wird es bei uns, aber eigentlich sehr langsam. Über diese sechs Folgen wird der Zuschauer vorsichtig bei der Hand genommen und es wird nach und nach immer seltsamer. Aber es ist nicht so, dass man in Folge 2 ein Ufo landen sieht. (lacht)

B K: Hattest Du direkten Einfluss auf die Besetzung?

T K: Insofern, als dass die Rechte der Verfilmung bei uns liegen. So konnte ich schon sagen: „Wenn wir das nicht mit dieser Besetzung hinkriegen, dann machen wir es nicht.“

B K: Beim Hörspiel auch schon?

T K: Beim Hörspiel haben wir zusammen mit Audible überlegt, wer es sein kann. Das Michael Kessler die Hauptrolle spielt war klar, da er das ja mit mir erfunden hat. Im Austausch mit ihm und Audible kamen wir auf unsere Wunschbesetzung und die fanden dann auch alle gut.

B K: Das Ensemble funktioniert ja wirklich sehr gut.

T K: Ja, richtig gut. Als klar war, dass Jürgen Tonkel bei der Verfilmung nicht die Zeit aufbringen kann, um so eine große Rolle, wie die des Pfarrers zu spielen, konnten wir ihn trotzdem dabei behalten, indem er meine Rolle aus dem Hörspiel übernimmt. Das war wirklich fantastisch.

B K: Da hätte es auch Kritik von den Fans geben können.

T K: Es ging nicht anders. Die Alternative wäre gewesen, dass er gar nicht dabei ist. Wir mussten in dem Zeittraum drehen und er hatte zur gleichen Zeit die Rolle bei „Die Chefin“. Für uns musste er aber unbedingt dabei sein. Und so konnten wir ihn gut einbauen. Ich bin sehr froh über diese Lösung und der Jürgen ebenso. Außerdem konnten wir so die Rolle des Pfarrers auch optisch nochmal diametraler besetzen. Einen großgewachsenen, schwarzhaarigen, bärtigen Clint Eastwood-Typ neben Stefan Schwab zu stellen, ist natürlich auch optisch der Knaller.

B K: Es gab also sonst keine Schwierigkeiten den gleichen Hauptcast wie bei den Hörspielen zu bekommen?

T K: Nein, gar keine. Aber dadurch, dass wir bis in die Nebenrollen brutal prominent besetzt sind, war es natürlich eine Herausforderung für die Drehdispo. Dazu noch das Corona-Thema, die Influenza, das Wetter, die mitunter sehr eingeschränkten Verfügbarkeiten unserer Wunschbesetzung mit dem Drehplan und den gemieteten Locations in Einklang zu bringen ... Alle waren natürlich bestrebt, es möglich zu machen. Aber es war schon hart und teilweise nicht sehr erfreulich. Trotzdem musste das irgendwie gehen, denn wir wollten bei der Besetzung keine Kompromisse machen.

B K: Noch mal allgemein: Hattest Du Bedenken, dass nach dem erfolgreichen Hörspiel eine Verfilmung von den Fans so gar nicht angenommen wird?

T K: Ehrlich gesagt nein. Ich habe da bei ähnlichen Projekten auch schon gute Erfahrungen gemacht. Bei „Mara und der Feuerbringer“ war es auch so, dass alle Leute, die die Bücher vorher gelesen hatten, den Film genauso gut fanden. Wenn der Spirit der gleiche ist, dann klappt das. Das ist glaube ich der Kniff. Einfach dem Herzen einer Geschichte und den Figuren treu bleiben und nicht versuchen alles neu zu erfinden, nur weil man jetzt eine Serie macht. Und vor allem ein bisschen stabil bleiben und der Versuchung zu widerstehen, zum Beispiel etwas grundlos zu verjüngen oder vermeintlich zu „modernisieren“. Wenn man etwas verbessern kann, ist es ok, aber nicht einfach nur etwas verändern, weil man es kann.

B K: Ein paar Änderungen werden wohl nie ausbleiben.

T K: Nein, das geht gar nicht anders. Manchmal entdeckt man beim Drehen oder durch andere Umstände auch erst, dass Dinge anders nochmal besser sind. Da gab es auch Szenen, wo ich mich dann sogar geärgert habe, weil mir das vorher nicht eingefallen war. (lacht)

B K: Ich habe gelesen Du selber schaust Dir ja keine Horrorfilme an.

T K: Nein.

B K: Ab wie viel Jahren ist „Kohlrabenschwarz“?

T K: Das ist eine klassische FSK 16.

B K: Waren bestimmte Szenen dann für Dich kein Problem?

T K: Nein. Das zu schreiben und als Showrunner auszulösen ist für mich kein Problem. Ich kann mir das auch problemlos ansehen und sagen: „Dieser Löffel im Hals sieht doch ganz gut aus“. (lacht) Aber ich selber schaue einfach keine Horrorfilme, weil mir das einfach zu krass ist. Es geht nicht.

B K: Umso erstaunlicher, dass Dir so etwas einfällt.

T K: (lacht) Das ist eigentlich das gruslige. Einfallen tun mir die Sachen und ich kann die auch in Drehbüchern explizit beschreiben. Aber es von anderen Leuten anschauen mag ich nicht.

B K: Aber „Kohlrabenschwarz“ hast Du Dir natürlich angeschaut.

T K: Da habe ich mittlerweile jede Folge 4000x gesehen. (grinst)

B K: Warum spielt denn „Kohlrabenschwarz“ in Bayern und nicht woanders?

T K: Weil ich in Bayern bin und weil ich mich hier mit den Geschichten sehr verbunden fühle. Meine Oma z.B. kannte den Kraxelmann. Also nicht persönlich, sondern nur die Geschichte. (lacht) Die hat immer gesagt: „Häng di ned zu weit ausm Fenster naus, sonst haut di da Kraxelmann obe!“ Solche Dinge waren immer irgendwie Thema und man ist damit ausgewachsen. Ich kann natürlich über das, was ich gut kenne, auch am besten schreiben. So kam die Idee, dass der Stefan Schwab - und damit Michael Kessler als Darsteller - als geborener Bayer nach langer Zeit wieder hierherkommt, weil er eine „bayrische Ruh“ haben will … und dann passiert genau das Gegenteil. Hier als Gegenpart den Pfarrer zu haben, der einen schönen Dialekt spricht und diesen bayrischen Charme mit reinbringt, hat sich für mich gut angefühlt und deshalb musste das so sein.

B K: Bist Du ein Heimatverbundener Mensch?

T K: Ja schon. Nicht mit dem Bayern, von dem manche Politiker von hier meinen das es Bayern wäre, aber mit den Dingen, die so gewachsen sind schon. Das geht ja auch als nicht Konservativer. Es gibt so viele Dinge, die ich hier mag. Den Humor finde ich ganz großartig und die Art wie man hier mit Herausforderungen umgeht. Wiederum meine ich damit nicht die Politik.

B K: Tommy, wenn man sich Deine Vita ansieht, angefangen bei Deinem Mitwirken bei „RTL Samstag Nacht“, dann auch Buchautor, Schauspieler, Hörspiele, Webformate, Musik und auch mal Stuntman. Wie schaffst Du denn das alles?

T K: (überlegt) Naja, mir wird halt schnell langweilig. (grinst) Ich muss immer verschiedene Sachen machen, weil es mich sonst anödet, das ist das eine. Das andere ist, ich bin ja nicht allein. Ich habe meine Firma „bumm film“ jetzt seit dem Jahr 2000. Das sind immer 10 – 20 Leute angestellt, mit denen ich das zusammen mache. Das hat alles mit viel Vertrauen und einer positiven Form des Delegierens an talentierte Menschen zu tun. Im Endeffekt ist dann mein Stempel am Ende drauf und es ist so, wie ich es idealerweise gerne hätte.

B K: Man hat das Gefühl, dass Dir auch Geschichten für Kinder am Herzen liegen.

T K: Ich würde eher sagen Family Entertainment, also Familienunterhaltung. Dinge wie z.B. das Hörspiel „Pummeleinhorn“ sind natürlich für die ganz Kleinen, aber die meisten Sachen, die ich mache, sind eigentlich von ganz alleine so geworden, dass die ganze Familie das anschauen, hören oder lesen kann. Da ist „Kohlrabenschwarz“ eher die Ausnahme. Aber da es hier etwas drastischer zugehen muss, weil es sonst nicht glaubhaft ist, war klar.

B K: Ich habe gelesen, dass Du sogar schon mal den „Pumuckl“ inszeniert hast.

T K: (lacht) Ja das stimmt. In der 3. Klasse habe ich mal „Pumuckl und die Grippetabletten“ in die Schreibmaschine gehackt, dann geprobt und in der Schule aufgeführt. Mit mir als Pumuckl. (grinst) Später, zu der Zeit als ich mit „RTL Samstag Nacht“ gerade etwas bekannter war, kam mir jemand auf der Straße entgegen und meinte „Du bist doch der Tommy Krappweis.“ Ich wollte dann schon ganz nonchalant meine Autogrammkarte zücken, als er sagte „Du hast doch damals in der Grundschule das Pumuckl-Stück gespielt!“ Und ich so: „Öhm, ja. Soll ich eine Widmung draufschreiben?“. Die Antwort war: „Das war die Abschlussfeier von uns Viertklässlern. Wir fanden das alle total scheiße und du hast uns die Feier total versaut damit. Vielen Dank!“ und ließ mich stehen. (lacht) Seitdem habe ich nie wieder meine Autogrammkarten vorzeitig gezückt. Nie wieder. Das hat mir eine klare Lektion erteilt. (lacht) Man weiß nie, was eine Person wirklich von dir will.

 

B K: Du hast sicher gehört, dass „Pumuckl“ als Serie mit neuen Folgen kommt. Würdest Du Dich an so was rantrauen?

T K: (überlegt lange) Wenn man mich fragen würde, dann hätte ich eine Idee wie man es machen kann. Ich würde es aber so radikal anders machen, dass ich dafür wohl keine Partner gefunden hätte. Ich hätte den Pumuckl über lange Zeit gar nicht gezeigt, sondern eher etwas gemacht, dass von der Suche nach ihm handelt. Bei mir wäre er eine Art mythisch verklärte Heldenfigur geworden, den man erstmal suchen muss und von dem man nicht weiß, wo er ist. So ungefähr wie Luke Skywalker in den neueren Star Wars Filmen, wo es dann ein Riesending ist, wenn er wieder auftaucht. Aber es kann genauso gut sein, dass das, was jetzt neu kommt total gut ist. Das wünsche ich ihnen auch.

B K: Und schon spüre ich bei Dir schon wieder eine Kreativität sprudeln. Ist es allgemein schwer seine Vorstellungen durchzusetzen?

T K: Es ist eigentlich immer so. „Kohlrabenschwarz“ oder auch mein Hörspiel „Ghostsitter“ sind wirklich rühmliche Ausnahmen. (überlegt) Und damals auch bei „Bernd das Brot“ muss ich sagen, dass der Kinderkanal sofort gesagt hat „so mach ma des!“. Bei den meisten anderen Dingen ist es aber so, dass man auf die Menschen einreden muss und Überzeugungsarbeit leisten. Ich habe allerdings schmerzhaft gelernt, dass Dinge nur dann erfolgreich werden, wenn ALLE das wollen und Du nicht der einzige im Raum bist, der etwas geil findet. Und natürlich gibt es Menschen, die reagieren bei dem Begriff „Originell“ eher mit „So etwas habe ich noch nie gesehen, das kann nichts werden!“. Es gibt aber eben auch Leute, die sagen: „Das ist ja geil, so etwas habe ich noch nie gesehen. Das machen wir!“.

B K: Dann wird sich oft nicht getraut.

T K: Es wird sich nicht getraut, aber man muss halt auch sagen, dass es immer um viel Geld geht, das dann im Zweifelsfall einfach weg ist.

B K: Sind die neu hinzugekommenen Streamingdienste da von Vorteil?

T K: Mit Sicherheit. Ich finde die Streamer haben für kreative Menschen viel bewegt. Man sieht das auch an den öffentlich-rechtlichen, die sich auch langsam einschwenken und kreativer werden. Auch sie müssen eine Möglichkeit finden, mit ihrem System mehr Kreativität zuzulassen. Und das passiert auch.

B K: Du hast in Deinem Leben schon mit so vielen Künstlern zusammengearbeitet. Gibt es welche mit denen Du besonders gerne etwas machst?

T K: Ich habe mit dem Wigald Boning und dem Hugo Egon Balder einen Pakt. Immer wenn einer von uns anruft und sagt „Ich brauch Euch!“, machen wir es, ohne zu fragen was es ist. (grinst) Wir sagen einfach immer zu. Egal was das für ein Scheiß ist, es wird einfach gemacht und es wird schon irgendwie lustig. Das heißt halt dann z.B., dass der Wigald in einer Sendung sitzt, die heißt „Der Klügere kippt nach“. (lacht) Da muss er halt dann durch. Hugo Egon Balder war auch derjenige, der mich als Typen entdeckt hat, der kreativ und witzig sein kann. Deswegen bleibt er auch immer „mein Chef“. (grinst)

B K: Tommy, gibt es für Dich eine bayerische Lieblingsserie oder welche hättest Du gerne selber geschrieben?

T K: (überlegt und lacht) Also ich würde ja gerne den „Münchner im Himmel“ noch mal neu machen. Als Serie. Das fänd ich super und würde es sofort machen. Das ist so ein toller Charakter und man könnte mit dem so viel erzählen. Nicht nur im Himmel, sondern auch wenn er wieder auf der Erde ist. Man könnte zum Beispiel… (…es folgt ein Sprudel an Ideen zur Story…)

Gerne geschaut habe ich „Irgendwie und Sowieso“, weil das Lebensgefühl der 60er so aufgefangen wurde, dass ich als Nicht 60er es gut nachempfinden konnte.

B K: Danke Dir und viel Erfolg mit „Kohlrabenschwarz“.

T K: Danke Dir. Schön war’s!

 

 
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